Eine Kirche in Gnissau wurde erstmals 1198 erwähnt. Die alte Kirche wurde 1599 teilweise erneuert, der Kirchturm blieb stehen. Wegen Baufälligkeit entstand 1883 die heutige Kirche, ein neoromanischer Backsteinbau. 1976 wurden die seitlichen Emporen und die Sakristei entfernt.
Das gotische Taufbecken aus Kalkstein stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die aus Eichenholz geschnitzte Kreuzigungsgruppe entstand um 1500. Das runde Glasfenster hinter dem Altar ist ein Werk aus der Zeit um 1900 mit der Darstellung von Raphaels Madonna Sedia. Aus der gleichen Zeit stammt das Fenster in der Nordwand mit einer Darstellung des Reformators Martin Luther. Links von der Apsis befindet sich die neuromanische Kanzel mit sechs spätgotischen Apostelfiguren. An den Wänden der Kirche befinden sich mehrere spätgotische Holzfiguren aus der Zeit um 1500. An der Südwand hängt ein barockes Kruzifix, das sich früher in der Friedhofskapelle befand.
Adresse: Kirchstrasse, 23623 Gnissau (OH)
Kirchengemeinde Gnissau, Kirchenkreis Ostholstein
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Fotos: Jan Petersen, Kunst@SH, 2025







