Die Kirche St. Secundus in Hennstedt ist ein langgestreckter, im Schiff noch spätromanischer Feldsteinbau. Der in zwei Jochen angelegte Chorraum im gotischen Stil wurde um 1470 angebaut und verjüngt sich leicht. Das Kirchenschiff wurde 1743/44 von dem Heider Baumeister Johann Georg Schott in Richtung Westen erweitert. Dem schmucklosen Äußeren steht ein prunkvoller Innenraum aus dem 17. und 18. Jahrhundert gegenüber. Das ursprünglich flachgedeckte Kirchenschiff erhielt 1863 zur Verbesserung der Akustik ein hohes Tonnengewölbe.
Von der vorreformatorischen Ausstattung hat sich nur das Triumphkreuz aus der Zeit kurz vor 1500 mit den Begleitfiguren Maria und Johannes erhalten. Die 1651 aufgestellte Kanzel wird dem Bildschnitzer Henning Claussen aus Neuenkirchen zugeschrieben. Direkt vor dem Altar steht das Taufbecken, ein Werk des Rendsburger Bildschnitzers Hans Pahl. Den Altar erstellte um 1743/45 der in Wesselburen ansässige Bildschnitzer Albert Hinrich Burmeister. Die Nordempore wurde 1650 eingezogen. Die farbigen Fenster hinter dem Altar gestaltete der Kieler Maler Werner Lange 1926. Die Vorhalle unter der Orgelempore wurde zu einer Ehrenhalle für die Kriegsgefallenen umgestaltet.
Adresse: Kirchenstraße 6, 25779 Hennstedt (HEI)
Kirchengemeinde Hennstedt, Kirchenkreis Dithmarschen
Weitere Infos: Website / Wikipedia / Kirchenfenster / Altar
Fotos: Jan Petersen, Kunst@SH, 2025




